Wirtschaft ist eine Grundlage jeder erfolgreichen Gesellschaft. Zwischen den Interessen der Unternehmen, Angestellten, Konsumenten und weiteren Aktueren muss die Politik einen Ausgleich schaffen.

Wirtschaft ist eine wesentliche Basis unserer Gesellschaft. Ich betrachte das freie Unternehmertum als beste Organisationsform, solange nicht gewichtige öffentliche Interessen widersprechen. Im Zweifelsfall bevorzuge ich marktwirtschaftliche Verhältnisse. Kritisch sehe ich die Tendenz zur Bürokratisierung des privatwirtschaftlichen Lebens.

Es gibt freilich wichtige Bereiche des Lebens, die nicht ausschliesslich oder überhaupt nicht marktwirtschaftlich geregelt werden dürfen. Ich erwähne Kernkompetenzen staatlichen Handelns wie Justiz und Polizei. Hier ist auf pseudomarktwirtschaftliche Experimente zum vornherein zu verzichten. In anderen Bereichen hat die öffentliche Hand zumindest den Vorrang, das gilt exemplarisch für die Bildung. Das Postulat der Chancengleichheit ist ein Fundament unseres Staatswesens, weshalb Bildung zu einem guten Teil eine öffentliche Aufgabe ist und bleiben muss.

Es gibt Bereiche, wo Zwischenmodelle am besten funktionieren, etwa im Gesundheits- und bis zu einem gewissen Grad auch im Sozialwesen. Besteht eine Zwangsnachfrage wie im Gesundheitswesen oder stehen faktisch Grundrechte zur Disposition wie oft im Sozialwesen, muss der Staat zwingend regulieren. Die Angebote selber jedoch sind oft besser nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen zu führen als nach administrativen.

Ich bin ein klarer Gegner der Privatisierung von Versorgungsnetzen (Energie, Wasser, Verkehr, Kommunikation), möchte aber die Anbieter der entsprechenden Dienstleistungen primär als Betriebe und nicht als Verwaltungen verstanden haben. Nicht korrekt ist meiner Meinung nach, wenn formelle oder faktische Monopolisten in genuin privatwirtschaftliche Geschäftsfelder „hineinfuhrwerken“, da die Marktverzerrungen mehr Nachteile als Vorteile haben.